Frühlingsfest mit vielen Gästen

Leverkusen. 2020 fand noch der jährliche Neujahrsempfang des Leverkusener Frauenrings statt. Dann machte Corona jegliche Veranstaltung zunichte. „Das war für uns wirklich nur schwer zu ertragen“ erklärte Roswitha Kneip, Sprecherin des Frauenring-Vorstandes. „Das Zusammensein fehlte uns allen. Besonders der persönliche Austausch mit anderen Frauenverbänden, Kultur, Unternehmen und Politik fehlte, besonders mit Blick auf die Zukunftsplanung“. 

Es war kein Aprilscherz. Am 1. April hieß es: Statt Neujahrsempfang – ein Frühlingsfest. Auch wenn das Wetter eher an Winter erinnerte, waren alle Zeichen auf Frühling gestellt, als sich rund 60 Gäste des Leverkusener Frauenrings zum Frühlingsfest im Bistro vom Wildpark trafen.

Als Gäste geladen waren die aktuell zweite und dritte Bürgermeisterinnen Leverkusens, Heike Bunde (SPD) und Zöhre Demicir (Die Grünen). Für beide war diese Premiere ein besonderes Erlebnis: „Der persönliche Kontakt ist doch für uns Politikerinnen genau wie für den Frauenring die wichtigste Grundlage unserer Arbeit“, erklärt Bunde. „Wie sonst sollen wir erfahren, was die Menschen in unserer Stadt bewegt?“

Demicir bestätigt: „In der Pandemie hatten wir kaum Gelegenheit, uns und unsere Arbeit vorzustellen. Dass wir vom Frauenring Leverkusen eingeladen wurden, freut mich umso mehr, denn Frauenthemen sind immer auch die Themen, die uns als Gesellschaft betreffen.“

Frühlingsfest 2022

Dringende Probleme gibt es viele, für die sich der Leverkusener Frauenring einsetzt. Genannt sei hier die Unterstützung bedürftiger Frauen mit Monatshygieneartikel, die regelmäßig der Leverkusener Tafel oder des ehrenamtlichen Vereins Kältegang gespendet werden. Aber auch die beliebten Frauen-Fahrradkurse für alle Frauen in Leverkusen, jetzt aktuell auch für geflüchtete Frauen und neu das E-Bike-Training, stehen hier hoch im Kurs.

Ganz oben auf der Handlungsliste steht das Thema KiTa-Plätze. Der Frauenring fragt: Wie kann es sein, dass in Leverkusen immer noch über 1000 KiTa-Plätze fehlen? Auf diese Frage wird es wohl keine einfache Antwort geben. „Aber wir werden uns dafür einsetzen. Denn ohne Kitaplätze und Ganztagsbetreuung können Frauen nicht für ihre Alterssicherung sorgen.“ gibt sich Kneip kämpferisch.

Für ungewöhnliche Einlagen sorgten die Schauspielerinnen des Ensembles „Junges Theater Leverkusen“ unter der Leitung von Petra Clemens. Sie boten zwischendurch eindrucksvolle Vorstellungen von Frauenrollen von Gestern und Heute. „Also wenn das die zukünftige Generation von jungen Frauen repräsentiert, dann ist das einfach fabelhaft!“ zeigte sich Elisabeth Strauss beeindruckt, die seit über 15 Jahren im Leverkusener Frauenring aktiv ist. „Es ist immer wieder eine Bestätigung für uns zu sehen, wie sich die Rolle der Frau im Laufe der Zeit verändert hat. Wir haben noch viel zu tun, aber wir sind richtig gut unterwegs!“

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